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Zahnputztechnik

Rauf und runter, im Kreis oder vor und zurück? Zähneputzen ist wie Tanzen - auf den richtigen Dreh kommt es an. Denn beim Zähneputzen kann man auch viel falsch machen, z.B. das Zahnfleisch schädigen. Die wichtigste Regel beim Zähneputzen lautet " Von Rot nach Weiß".

Zahnputztechnik

Die wichtigste Regel beim Zähneputzen lautet " Von Rot nach Weiß". Gemeint ist, dass immer vom Zahnfleisch aus in Richtung Zahnfläche geputzt werden sollte. Dabei kommt dem Übergang vom Zahn zum Zahnfleisch besondere Aufmerksamkeit zu.

Am wichtigsten ist, dass das Zähneputzen mit Köpfchen und System durchgeführt wird. Denn nur dann ist gewährleistet, dass jeder einzelne Zahn auf der Innen- und Außenseite sowie seine Kaufläche gereinigt wird.

Für die Mundhygiene benötigen Sie lediglich mindestens zwei Mal täglich drei bis vier Minuten und folgende Utensilien:

  • eine Zahnbürste mit kleinem Bürstenkopf, da man damit gezielter arbeiten kann
  • Zahncreme mit Fluorid zur Stärkung des Zahnschmelzes
  • Zahnseide und/oder spezielle Bürstchen für die Zahnzwischenräume

Zähneputzen mit System

Beginnen Sie z.B. im Oberkiefer: Vom hinteren rechten Backenzahn arbeiten Sie sich über die Schneidezähne auf die andere Seite bis zum hinteren linken Backenzahn vor. Konzentrieren Sie sich dabei zunächst auf die Außenflächen der Zähne. Auf dieselbe Weise putzen Sie dann den Unterkiefer. In einer neuen Runde im Ober- und Unterkiefer nehmen Sie sich dann auch die Reinigung der Zahninnenflächen vor. Am Schluss die Kauflächen der Backenzähne mit der Zahnbürste obenauf reinigen. Fertig. Danach die Zahnseide.

Ohne Technik geht es nicht

Es gibt mehrere anerkannte Putztechniken. Die zwei bekanntesten sind die Bass-Technik und die Stillmann-Technik. Sie unterscheiden sich darin, ob die Zahnbürste vorwiegend kreisend (Bass) oder wischend (Stillmann) arbeitet. Über den jeweiligen Vorzug dieser oder jener Methode gibt es unterschiedliche Auffassungen.

  • Bass-Technik
    Die Zahnbürste wird in einem Winkel von 45 Grad auf den Zahnfleischrand bzw. den unteren Teil der Zahnkrone aufgesetzt. Kleine rüttelnde Bewegungen sorgen dafür, dass die Borsten gut in die Zahnzwischenräume und eventuelle Zahnfleischtaschen eindringen und sie säubern.
  • Stillmann-Technik
    Bei der Stillmanntechnik wird die Zahnbürste auf das feste Zahnfleisch aufgesetzt und in Richtung Kaufläche bewegt, als wolle man etwas wegwischen. Dabei wird gleichzeitig die Zahnbürste leicht um ihre Längsachse gedreht.

Zahnzwischenräume brauchen Extra-Pflege

Vervollständigt wird die Zahnpflege erst mit der Reinigung der Zahnzwischenräume. Denn gerade an diesen nicht gut zugänglichen Stellen sammeln sich gerne Speisereste an. Das macht sie zu bevorzugten Stellen für Bakterien und damit für Karies.

Für die Reinigung der Zahnzwischenräume eignen sich Zahnseide und/oder so genannte Interdentalbürsten:

  • Die Zahnseide wird entweder zwischen die beiden Mittelfinger oder auf spezielle Haltinstrumente gespannt. Mit leichten Sägebewegungen bringt man die Zahnseide zwischen die Zahnzwischenräume. Jetzt reinigt man die Zahnzwischenraum-Flächen mit Auf- und Abbewegungen. Wichtig ist, die Zahnseide niemals in den Zahnzwischenraum einschnappen zu lassen, da dabei das Zahnfleisch verletzt wird. Zahnseide sollte mit Fluorid getränkt und ungewachst sein, da an einer rauhen Oberfläche die Speisereste besser haften bleiben.
  • Superfloss: Dieser "Abkömmling" der Zahnseide besteht aus einem normalen Zahnseidenabschnitt, einem bauschigen Teil und einem versteiften Ende, das das Einfädeln in den Zahnzwischenraum erleichtert.

Drei Tipps zum Schluss

  • Bereits vor dem Zähneputzen den Mund ausspülen, damit grobe Speisereste entfernt werden.
  • Beim Putzen nicht zu viel Kraft aufwenden. Dadurch können bereits freiliegende Zahnhälse zusätzlich geschädigt werden.
  • Statt von Hand können Sie die Zähne auch elektrisch "schrubben". So kompliziert wie beschrieben ist die richtige Zahnpflege gar nicht. Man muss nur wissen, wie es richtig funktioniert.