Sprechstunde, Zahnfragen

Der Patient fragt, der Zahnarzt antwortet

Unser Experte Dr. Björn Eggert, Zahnarzt und Geschäftsführer der goDentis GmbH, beantwortet Ihre Fragen (fragdenzahnarzt@godentis.de).

Kann Kaugummi wirklich die Zähne reinigen?
Zuckerfreier Kaugummi regt den Speichelfluss an, der Säuren neutralisiert und kleine Essensreste wegspült. Eine mechanische Reinigung ersetzt er nicht, kann aber nach dem Essen kurzfristig die Mundhygiene unterstützen, besonders wenn keine Zahnbürste verfügbar ist.
Beeinflusst die Schlafposition die Zahngesundheit?
Wer häufig auf einer Seite liegt und dabei den Unterkiefer gegen das Kissen presst, belastet Zähne und Kiefergelenk. Langfristig kann dies zu Muskelverspannungen, Knirschen oder leichtem Abrieb führen. Bewusstes Entspannen des Kiefers vor dem Schlafen kann helfen, die Belastung zu reduzieren.
Gibt es Lebensmittel, die das Zahnfleisch besonders stärken?
Lebensmittel, die reich an Vitamin C, Vitamin K und Omega‑3-Fettsäuren sind, unterstützen die Durchblutung und Regeneration des Zahnfleischs. Dazu zählen Beeren, grünes Blattgemüse, Lachs oder Nüsse. Knuspriges Obst und Gemüse wie Apfel oder Karotte fördern zudem die Durchblutung des Zahnfleischs.
Kann Musik beim Zähneputzen die Reinigung verbessern?
Musik mit klarem, rhythmischem Beat kann die Dauer des Putzens verlängern und das Tempo gleichmäßig halten. So fällt es leichter, die empfohlenen zwei Minuten einzuhalten und gründlicher zu putzen.
Beeinflussen bestimmte Getränke die Farbe der Zähne stärker als Kaffee oder Tee?
Fruchtsäfte, Rotwein oder dunkel gefärbte Smoothies enthalten natürliche Farbpigmente und Säuren, die Zähne verfärben können und den Zahnschmelz belasten. Getränke mit Strohhalm zu trinken, danach mit Wasser zu spülen oder auf eine gründliche Mundhygiene zu achten, kann die Effekte deutlich verringern.
Kann Stress die Zähne schädigen, ohne dass man es merkt?
Stress kann zu Zähneknirschen oder -pressen führen, oft unbewusst. Häufig auch in der Nacht. Diese Belastung verursacht Abnutzung, Risse im Zahnschmelz oder Muskelverspannungen im Kiefer. Entspannungstechniken oder eine Aufbissschiene helfen, die Zähne zu schützen.

 

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