Hitzegeplagte Rheumapatienten
Die Klimaerwärmung hat Auswirkungen auf unsere Gesundheit – das hat wohl jeder gerade in den heißen Sommermonaten schon einmal befürchtet. Aber bewahrheitet sich diese Befürchtung?

Warum die heißen Tage gerade für Rheumapatienten
eine Herausforderung sind, haben Rheumatologen von der Universität Düsseldorf untersucht. Ergebnis der Untersuchung: Mit steigender Temperatur und Luftfeuchtigkeit nahm die Zahl geschwollener Gelenke bei rheumatoider Arthritis zu. Das war das Ergebnis der Auswertung von Patientendaten, die über einen Zeitraum von 18 Jahren gesammelt und mit Wetterdaten abgeglichen wurden. Eine Annahme der Forschenden ist, dass durch die steigende Temperatur die Durchblutung gesteigert und dadurch Entzündungsprozesse gefördert werden.
Die gute Nachricht: Wer sich um seine Zahngesundheit kümmert, kann Rheuma vorbeugen. Über einen längeren Zeitraum können bei einer unbehandelten Parodontitiserkrankung Bakterien in die Blutbahn
gelangen und weitere Entzündungen im Körper auslösen. Das Risiko für die Entstehung einer rheumatischen Erkrankung oder Arthritis kann sich so um das
6-fache erhöhen. Verschiedene klinische und experimentelle Beobachtungen der letzten Jahre haben Verbindungen zwischen beiden Krankheitsbildern gezeigt. Parodontitis und Rheumatoide Arthritis entstehen durch entzündliche Veränderungen am Zahnhalteapparat und an den Gelenken. Wer vorbeugen möchte, geht regelmäßig zur zahnmedizinischen Prophylaxe.
